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Nachdem im Religionsunterricht der 9. Klasse das Thema Antisemitismus erneut aufgegriffen wird, bietet es sich an, eine Begegnung mit einem jüdischen Freiwilligen im Rahmen der Initiative „Meet a Jew“, deren Schirmherr unser Bundespräsident ist, durchzuführen.
So fand diese in diesem denkwürdigen Jahr, in dem wir auf 1700 Jahre Judentum in Deutschland zurückblicken, ganz bewusst statt. Angesichts der eskalierenden antisemitischen Straftaten im vergangenen Jahr besonders nötig und im Rahmen unseres Weges als „Schule ohne Rassismus“ passend, trafen sich interessierte Schüler:innen der 9. Klassen, um sich mit dem 23-jährigen Studenten der jüdischen Religionslehre Ari Wedde aus Mannheim zu unterhalten.
Das Gespräch handelte vom Alltagsleben eines jüdischen jungen Menschen („Wie komme ich an koscheres Fleisch?") über sein Gebetsleben bis hin zum Nahostkonflikt. Zu diesem betonte Ari, dass dieser auch ein Grund für ein Ansteigen antisemitischer Ressentiments darstelle, da viele Menschen nicht zwischen der Politik des Staates Israel und dem Judentum an sich unterscheiden könnten.
Besonders interessierte die Jugendlichen, ob Ari bereits einmal antisemitische Übergriffe erlebt habe. Da er keine Kippa trage, so betonte er, sei er in der Öffentlichkeit nicht als Jude erkennbar. Lediglich in seiner Jugend sei er auf einer Geburtstagsfeier mal zusammen mit seinen jüdischen Freunden verschlagen worden.
Die Begegnung fand corona-konform online statt. Auf dem Foto sieht man Ari, wie er die jüdischen Gebetskapseln, genannt Tefillin, vorstellt.
Am Ende blieben die 9.-Klässler und ich mit einem dankbaren Gefühl zurück, einen engagierten, aufgeschlossenen jungen Menschen, der dem modernen Judentum angehört,  kennengelernt und gesprochen zu haben.