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Nachdem ich im Jahr 2013 mein Abitur hier am Gymnasium Gerabronn gemacht habe, bin ich nahtlos nach Sigmaringen gezogen. Im Oktober hat dort meine Ausbildung zum staatlich anerkannten und geprüften Modedesigner und Maßschneider begonnen. Ich bin mehr als zufrieden eine fachlich fundierte Ausbildung genießen zu dürfen und täglich an den Herausforderungen zu wachsen.

Das erste Lehrjahr habe ich erfolgreich absolviert, in das zweite bin ich bereits wieder gestartet. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie ein so gefülltes, spannendes, ereignisreiches Jahr! Dabei hat besonders ein Ereignis diese Zeit geprägt.


Alles begann im Februar dieses Jahres. In der Modefachschule wurde ein Wettbewerb ausgehängt. Ausgeschrieben durch den Schuhhändler Reno wurde der „heißeste Partyschuh“ gesucht. Egal ob elegant, sportiv, geschnürt oder mit Applikationen – eines stand fest: der Schuh sollte ein Hingucker sein und auf der Party im Mittelpunkt stehen!
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mich an diesem Wettbewerb versuchen würde. Ich war mir bewusst, eine Menge für mich persönlich mitnehmen zu können, unabhängig davon wie weit ich es schaffe.
Es folgten zwei Monate, in welchen ich mich neben der Schule intensiv auf den Wettbewerb konzentrierte. Ich leistete Trendrecherchen, fertigte Skizzen, überarbeitete meine Ideen mehrmals, machte mir Gedanken über die äußere Form der Entwürfe. Um meinen Fachbereich (Mode) mit einzubringen, entschied ich mich zusätzlich zu jedem Paar Schuhe ein Outfit zu entwerfen. Das Paket war gepackt und wurde versandt. Nun hieß es abwarten.

Es folgten wiederum zwei Monate, in denen ich keine Rückmeldung erhielt. Die Schule lief wie gewohnt weiter und ich distanzierte mich gedanklich immer mehr von dem Wettbewerb.
Innerhalb kürzester Zeit überschlugen sich dann die Rückmeldungen. Ich bekam die Mitteilung mich gegen tausend andere Mitbewerber durchgesetzt zu haben und zu den besten zehn Teilnehmern zu gehören. Ausgewählt durch die hochkarätige Fachjury wurde ich weiter zu einem der drei Finalisten und nach München zum Jurytag eingeladen. Dort lernte ich die Fachjury und meine beiden anderen Mitfinalisten kennen. Wir präsentierten uns, die Schuhmodelle und es kam zur geheimen Endbeurteilung.

Nachdem meine Geduld zwei weitere Monate auf die Probe gestellt wurde, war es am 25. Juli endlich soweit. Ich wurde im Rahmen des „Bunte New Faces Award“, welcher Nachwuchstalente in Deutschland auszeichnet, nach Düsseldorf zur Preisverleihung eingeladen. Und nicht nur das: Ich darf mich nun glücklicher Gewinner der Kategorie „Bestes Schuhdesign“ nennen.
Die unvergessliche Aftershowparty an den Rheinterassen lud ein neue interessante Kontakte zu knüpfen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Teilnahme an dem Wettbewerb für mich eine aufregende Erfahrung war. Ich durfte nicht nur meine kreativen Fähigkeiten erweitern, sondern auch viele interessante Personen kennenlernen und dadurch erste Schritte in die Modebranche setzen.
Damit nicht genug: Durch einen Berliner Modevertrieb darf ich mich vielmehr über einen Designauftrag freuen. Ich designe eine Cocktailkleidlinie für Abibälle oder Hochzeiten und bin dabei an dem gesamten Prozess von der Zeichnung bis zum Kleidungsstück beteiligt. Die fertige Kleiderkollektion wird es im März 2015 in den Läden zu kaufen geben!

 

Johannes Peetz